Viel Arbeit im Jubiläumsjahr: Imker fleißig wie die Bienen
Aschendorfer Immenhalter bereiten Feier zum 100 Geburtstag vor Von Heike Gerdes ASCHENDORF/LEHE. Längst sprichwörtlich ist der Fleiß der Bienen. Ihr ganzes kurzes Insektenleben lang schaffen sie Blütenpollen von Staubgefäß zu Stempel und sammeln dabei unermüdlich Nektar. Wer Honig ernten will, kann allerdings nicht nur die Bienen für sich schuften lassen, sondern muss selbst Arbeit investieren. Im Imkerverein Aschendorf und Umgebung hat die Arbeit mit dem kleinsten Nutztier lange Tradition. In diesem Frühjahr wird das 100jährige Bestehen gefeiert, und die Imker sind mit Bienenfleiß bei der Vorbereitung. Im Jahr 1887 schlossen sich 240 Bienenzüchter zum Imkerverein Aschendorf und Umgebung zusammen. Das Jubiläum wird am Sonnabend, 26. April, ab 9 Uhr im Papenburger Forum Alte Werft gefeiert. Schirmherr der Veranstaltung ist Rudolf Siesters. Zum Auftakt wird der Bremer Arzt Dr. Kempf in einem Vortrag über „Inhaltsstoffe des Honigs und ihren Nutzen für die Gesundheit“ informieren. Am Nachmittag treffen sich dann Bienenzüchter aus dem gesamten Weser-Ems-Bereich zur Generalversammlung des Imker-Landesverbandes. Während seine Bienen in einer Traube um die Königin gedrängt den Winter verdämmern, sind der Vereinsvorsitzende Rudolf Jansen und seine Mitstreiter bienenfleißig bei den Festvorbereitungen. Schautafeln sollen die Entwicklung des Vereins in den vergangenen 100 Jahren dokumentieren. Bei Probieraktionen werden verschiedene Honigsorten löffelweise an die Gäste verfüttert, an anderen Ständen gibt es Zubehör für die Imkerei. „Nebenprodukte“ wie bienenwachshaltige Cremes, Met oder honighaltige Süßigkeiten runden das Angebot ab. Im 100. Jahr seines Bestehens hat der Verein nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Mitgliederzahl auf der Liste, das „Durchschnittsalter“ liegt bei 50 Jahren. Intensive Landwirtschaft, Kunstdünger und Spritzgifte bringen die Natur aus dem Gleichgewicht und machen auch den Bienen zu schaffen. Während früher der Bienenhaltung allgemein üblich war, sind Imker heute Exoten, nicht zuletzt wegen der Arbeit, die mit der Imkerei verbunden ist. Dennoch blickt der Lehrer und Imkermeister Rudolf Jansen optimistisch in die Zukunft. Seit rund 20 Jahren hat der Verein konstante 24 Mitglieder, die zu den monatlichen Versammlungsabenden immer gut besucht. Auch Werbung, Kurse und Ferienaktionen zeigen Wirkung: Das jüngste Mitglied im Imkerverein Aschendorf ist gerade 14 Jahre alt. s