Imkerverein 1897 von 240 Bienenzüchtern gegründet
Aschendorf (ela) – Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Imkermeister Rudolf Jansen aus Lehe und seine Vereinskameraden arbeiten mit Elan an den Vorbereitungen zur großen Jubiläumsfeier: Im April feiert der Imkerverein Aschendorf und Umgebung sein 100-jähriges Bestehen. Vor großer Kulisse wird das Jubiläum im Forum Alte Werft am 26. April mit einer Festveranstaltung gefeiert. Rudolf Selters hat die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen.
Viel Arbeit im Jubiläumsjahr: Imker fleißig wie die Bienen
Aschendorfer Immenhalter bereiten Feier zum 100 Geburtstag vor Von Heike Gerdes ASCHENDORF/LEHE. Längst sprichwörtlich ist der Fleiß der Bienen. Ihr ganzes kurzes Insektenleben lang schaffen sie Blütenpollen von Staubgefäß zu Stempel und sammeln dabei unermüdlich Nektar. Wer Honig ernten will, kann allerdings nicht nur die Bienen für sich schuften lassen, sondern muss selbst Arbeit investieren. Im Imkerverein Aschendorf und Umgebung hat die Arbeit mit dem kleinsten Nutztier lange Tradition. In diesem Frühjahr wird das 100jährige Bestehen gefeiert, und die Imker sind mit Bienenfleiß bei der Vorbereitung. Im Jahr 1887 schlossen sich 240 Bienenzüchter zum Imkerverein Aschendorf und Umgebung zusammen. Das Jubiläum wird am Sonnabend, 26. April, ab 9 Uhr im Papenburger Forum Alte Werft gefeiert. Schirmherr der Veranstaltung ist Rudolf Siesters. Zum Auftakt wird der Bremer Arzt Dr. Kempf in einem Vortrag über „Inhaltsstoffe des Honigs und ihren Nutzen für die Gesundheit“ informieren. Am Nachmittag treffen sich dann Bienenzüchter aus dem gesamten Weser-Ems-Bereich zur Generalversammlung des Imker-Landesverbandes. Während seine Bienen in einer Traube um die Königin gedrängt den Winter verdämmern, sind der Vereinsvorsitzende Rudolf Jansen und seine Mitstreiter bienenfleißig bei den Festvorbereitungen. Schautafeln sollen die Entwicklung des Vereins in den vergangenen 100 Jahren dokumentieren. Bei Probieraktionen werden verschiedene Honigsorten löffelweise an die Gäste verfüttert, an anderen Ständen gibt es Zubehör für die Imkerei. „Nebenprodukte“ wie bienenwachshaltige Cremes, Met oder honighaltige Süßigkeiten runden das Angebot ab. Im 100. Jahr seines Bestehens hat der Verein nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Mitgliederzahl auf der Liste, das „Durchschnittsalter“ liegt bei 50 Jahren. Intensive Landwirtschaft, Kunstdünger und Spritzgifte bringen die Natur aus dem Gleichgewicht und machen auch den Bienen zu schaffen. Während früher der Bienenhaltung allgemein üblich war, sind Imker heute Exoten, nicht zuletzt wegen der Arbeit, die mit der Imkerei verbunden ist. Dennoch blickt der Lehrer und Imkermeister Rudolf Jansen optimistisch in die Zukunft. Seit rund 20 Jahren hat der Verein konstante 24 Mitglieder, die zu den monatlichen Versammlungsabenden immer gut besucht. Auch Werbung, Kurse und Ferienaktionen zeigen Wirkung: Das jüngste Mitglied im Imkerverein Aschendorf ist gerade 14 Jahre alt. s
Zur Jahresversammlung….
Zur Jahresversammlung hatte der Imkerverein Aschendorf und Umgebung seine Mitglieder in die Gaststätte Schmitz in Herbrum eingeladen. Sehr zufrieden zeigte sich der Vorsitzende Rudolf Jansen mit dem abgelaufenen Vereinsjahr. Den Kassenbericht verlas Schatzmeister Anton Hanneken. Nach der Revision wurde dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Bei der Vorstandswahl wurden alle in ihrem Amt bestätigt. 1. Vorsitzender, Rudolf Jansen (Lehe), 2. Vors. Anton Hanneken (Papenburg), der auch das Amt des Kassenwarts inne hat, Schriftführerin Marianne Barenkamp (Ahlen). Dem erweiterten Vorstand gehören an: Anton Hanneken (Bienenweide), Hermann Barenkamp (Bienenkrankheiten), Berthold Tholema (Honig) und Hermann Kamphus (Bücher und Filme). Unser Foto zeigt 44 Jahre Vereinsgeschichte, die sich in Josef Matlage, Rudolf Jansen und Josef Heitker (von links) widerspiegelt. Von Haus zu Haus (Wochenblatt des General-Anzeigers, Rhauderfehn) 13.04.1994
Gesamter Vorstand wiedergewählt Imkerverein Aschendorf zog Bilanz
Herbrum – Die Jahreshauptversammlung des Imkervereins Aschendorf und Umgebung fand erstmalig in der Gaststätte Schmitz in Herbrum statt, da das ehemalige Vereinslokal Schmook von Ohr, Aschendorf – dort tagte der Imkerverein 26 Jahre – zum Jahresende 1993 geschlossen wurde.
Umweltpreis großer Erfolg für Imker
Aschendorf (ela). – Ein Jahr mit vielen Aktivitäten hat der Imkerverein Aschendorf hinter sich. Auf der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Schmock von Ohr zog man eine erfolgreiche Bilanz: Der Imkerverein erhielt den Umweltschutzpreis der Stadt Papenburg. Darin sehe, so der 1. Vorsitzende Rudolf Jansen, der Verein eine Anerkennung der Bestäubungsleistung der Bienen zum Nutzen der Allgemeinheit.
Lehrbienenstand wird eingerichtet – Imkerverein Aschendorf zog Bilanz
Aschendorf. „Das vergangene Jahr war außerordentlich erfolgreich.“ Diese Feststellung machte Rudolf Jansen, Vorsitzender des Imkervereins Aschendorf, auf der Jahreshauptversammlung. Der Geschäfts- und Kassenbericht ergab eine einwandfreie Vereinsführung, sodass dem gesamten Vorstand Entlastung erteilt werden konnte.
Imker-Verein Aschendorf spendet 500 Mark aus Herbst-Honigverkauf an das Rote Kreuz
Aschendorf, 27. Sept. Der Imker-Verein für Aschendorf und Umgegend beschloss in seiner heutigen Generalversammlung, bei dem Herbst-Honigverkauf die schöne Summe von ca. 500 M aus den Vereinsmitteln zum Zwecke des Roten Kreuzes abzuführen. Ferner ergab eine sofort abgehaltene Kollekte eine stattliche Summe, die sofort abgeführt wurde. Die obigen Beschlüsse, das Geld bar zu geben, die einstimmig gefasst wurden, erfolgten in der rechten Erwägung, dass der Leitung des Roten Kreuzes mit Bargeld besser gedient sei, als mit einer entsprechenden Menge Honig. Der Verein kann stolz auf diesen Beschluss sein. (Ems-Zeitung, 29. September 1914)
Herausforderungen und Anpassungen im Imkerwesen: Diskussionen über Handelsverträge und grenzüberschreitendes Bienenwandern
△— Am Sonntagnachmittag hielt der Kreis-Imkerverein, bestehend aus den Vereinen Papenburg, Aschendorf und Hümmling, bei Wirt Kölker in Kluse eine Versammlung ab, um über die Handelsverträge,besonders über den Handelsvertrag mit Holland, soweit sich dieser auf die Einfuhr von Honig und lebenden Bienen und den freien Verkehr mit lebenden Bienen bezieht, etwas Näheres zu erfahren.
Zeitungsanzeige: Einladung zur Versammlung 1901
Am Freitag, den 27. Dezember, nachmittags 4 Uhr: Versammlung auf Kluse, und am 28. Dezember, nachmittags 3 Uhr, bei Bal. Korte in Aschendorf. Da wichtige Gegenstände verhandelt werden, wird um pünktliches und zahlreiches Erscheinen gebeten. Der Vorstand. Ems-Zeitung, 51. Jg., Nr. 150, 21. Dezember 1901