Die Baustelle bekommt die ersten Züge !

So sieht es schon einmal aus Danke an Merle Gust vom Team der Landesgartenschau für das Foto !   So unser Beitrag zur Landesgartenschau ist schon ziemlich weit fortgeschritten. Nun folgen nur noch die letzten Arbeiten und Schönheitskorrekturen die immer am Schluss anstehen. Auch auf dem Gelände der Landesgartenschau wird fleißig gearbeitet damit unsere Beute auch spätere sicheren Boden unter den Füßen hat .     Auch die Technik die verbaut wird ist bald soweit . Nur noch wenige Bauteile fehlen um die letzten Platinen zu bestücken um dem ganzen dann auch Leben einhauchen zu können . Man darf weiterhin gespannt sein 🙂

Die kleine Beute zum „Mitnehmen“

Es geht weiter mit der Planung und so langsam kommen wir dem Ende entgegen ! Jetzt bekommen wir noch mehr Hilfe vom Imkermeister Hermann Hüsers . Bei den vorbereitenden Gesprächen entwickelte sich die Idee, eine Segeberger Kunststoff- beute im Maßstab 1 : 6 originalgetreu nachzubauen. Diese überdimensionale begehbare Beute verschafft dem Besucher einen einmaligen Eindruck in das Leben und die Arbeit der Bienenvölker. In drei speziell angefertigten Zargen wird das In- nere einer Kunststoffbeute nachgestellt. Brut- und Honigwaben sind zum Greifen nah und ver- setzen den interessierten Besucher in die geheimnisvolle Welt der Honigbiene. Nach Abschluss der Landesgartenschau in Papenburg, also etwa ab Oktober 2014, wird das Ausstellungsobjekt dann das Außengelände des „Deutsch-Niederländischen Bienenzentrum“ in Haren-Wesuwe bereichern. Die Harener Firma „ELA-Container“ hat sich bereit erklärt, die Kosten für die Herstellung des be- gehbaren Bienenstocks zu übernehmen. Alle weiteren Kosten, wie Transport, Innen- und Außengestaltung, werden von den Imkern des Ortsvereins Aschendorf und dem Förderverein „Imme Bourtanger Moor e.V.“ getragen und sollen durch Spenden finanziert werden. Die Antwort von seiten des LaGa-Teams war nur : “ So etwas gab es noch nie auf einer Landesgartenschau ! ! “ Wir freuen uns auf den April !  

Die etwas andere Biene

Lange haben wir überlegt was wir machen können auf der Landesgartenschau und jedes mal wenn wir eine Idee hatten mussten wir diese wieder verwerfen denn die LaGa Gesellschaft hat einige Auflagen an die Aussteller gestellt . Dies machte es uns nicht einfach denn unser Verein kann nun leider auch keine 1000 Mitglieder zählen die sich daran beteiligen können . Da mussten wir schon genau planen und dann kam große Unterstützung von Imkermeister Hermann Hüsers . Dieser  hatte uns bereits auf einem Vereinsabend zugesagt uns sein kleines , na gut großes tonnenschweres Kunstwerk zu Verfügung zu stellen . Bei diesem Kunstwerk handelt es sich um eine riesige Biene . Das war schonmal der Anfang aber die Planung ging weiter  …  

So sieht es jetzt aus?

Die Bauarbeiten an der Landesgartenschau schreiten immer weiter voran . Der „ehemalige“ Stadtpark ist kaum wieder zu erkennen . Das einzige was einem noch ein wenig Orientierung bietet ist der See/Teich in Mitten des Geländes . Daher hat die Landesgartenschau im Oktober zu einer Begehung des Geländes für die Aussteller eingeladen . Und wir waren natürlich Vorort um mal zu schauen wo unsere Ausstellungsfläche sein wird und was sonst noch so gewerkelt wird . Es war schon interessant anzusehen wie viel Kabel plötzlich verlegt wurde und wie viel Tonnen an Sand heran gekarrt werden mussten . Teilweise waren einige Abschnitte bereits soweit das sie zum Ende des Jahres bepflanzt werden können/sollen. Teilweise musste die Besuchergruppe aber auch über den einen oder anderen Graben hüpfen und mit Gummistiefeln bewaffnet durch riesige Sandberge waten . Sonst wirkte der Stadtpark immer rechtklein und gemütlich doch nun wirkte er wie eine riesen Baustelle und sehr sehr sehr viel Platz . Wir lassen uns mal überraschen  wie es aussieht wenn im November/Dezember mit der Bepflanzung begonnen wird .  

Ein Plan wird erstellt

Die Planung steht und wir wissen nun so langsam wo wir auf der Landesgartenschau unterkommen werden. Wir können behaupten das wir eigentlich so ziemlich Mitten im Herzen der Ausstellung liegen. Aber das ist ja auch erstmal nur der grobe Plan wie alles später in Wirklichkeit aussieht das erfahren wir wohl erst später. Hier mal eine Kopie des Planes wo wir landen werden.

Emslandschau 2013

Die Emslandschau 2013 –  Wirtschaftsschau mit Musterhäusern und Familienprogramm , so wird es auf der Website der Stadt Papenburg genannt . Was viele jedoch nicht wissen ist , dass es nicht nur um die Wirtschaft oder um den Hausbau geht sondern auch um die örtlichen Vereine . Von der Polizei bis hin zur christlichen Gemeinde ist so ziemlich alles auf dieser Ausstellung vertreten . Auch wir als Imkerverein lassen uns diese Chance natürlich nicht nehmen um für unsere Produkte und die Naturbelassenheit zu werben . Des weiteren ist diese Ausstellung auch eine gute Chance, interessierten die Imkerei einmal etwas näher zu bringen um aufzuzeigen das der Honig nicht vom Baum fällt wie ein Apfel sondern das viel Arbeit dahinter steckt um ein Glas leckeren Honig zu produzieren . Vielleicht ergibt sich ja auch die Chance den einen oder anderen für die Imkerei zu begeistern .     Wir sind noch bis Sonntag vor Ort und falls Sie uns besuchen möchten , dann finden Sie uns in Halle/Zelt 4  . Benutzen sie einfach den linken Eingang worüber die 4 steht und laufen sie ein wenig gerade aus wir sind dann der 3 Stand auf der linken Seite .   Wir freuen uns auf Ihren Besuch .

Unterstütze uns mit deiner Stimme

Unser Imkerverein Aschendorf und Umgebung , möchte auf der Landegartenschau 2014 in Papenburg die Möglichkeit nutzen den Bürger und Bürgerrinnen den Umgang mit den Bienen und deren Nutzen an unserem Lebensraum näher zu bringen. Unser Bestreben ist es neue Imker zu werben und auszubilden um die Bestäubungsleistung in unserer Region zu gewährleisten, dafür errichten wir einen Imkergarten ( Lehrbienenstand) Mehr Jungimker -> mehr Bestäubung -> mehr Erträge an Früchten Um auch den Lebensraum anderer Insekten darzustellen planen wir den Bau eines Insektenhotels für den Papenburger Stadtpark. Wir Imker ernten nicht nur einen guten Honig in unserer Region sondern sorgen auch mit unseren Bienen für eine fruchtbare Natur. Wir möchten junge Menschen für die Imkerei begeistern, wir wollen sie fördern und ihnen in unserem Verein und Verband eine Heimat geben.

Bienenrudi’s Monatshinweise für Dezember

Die letzen Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt dürften erledigt sein.. Schließlich müssen alle Produkte für den Verkauf vorbereitet und fertig sein. Dies gilt besonders für Met und Bärenfang. Die abgefüllten Gebinde werden bei mir bei besonderen Anlässen mit einem entsprechenden Rückenetikett versehen. Diese Aufmachung ist besonders bei Firmen von Interesse. Nachlese zu häufig gestellten Fragen EU-Zuschüsse, für Neuimker werden zur Zeit noch gewährt. Es ist eine Co.-Finanzierung des jeweiligen Bundeslandes erforderlich. Auskünfte erteilen die zuständigen Imker-Landesverbände. Varroabehandlung mit Ameisensäure Mir scheint, dass das Wissen um die Behandlung der Varroamilbe mit der AS noch einiger Ergänzungen bedarf. Das mag mit daran liegen, dass ein Teil der Imkerschaft keine Bienenzeitung liest, was leider immer wieder zu hören ist. Nur 60%ige AS, Schwammtuch direkt auf die Rähmchen legen, Folie darüber und Deckel auflegen (also den Honigraum entfernen). Flugloch ganz öffnen, Unterboden schließen. AS stets kühl lagern, Keller oder kühler Raum genügt, damit sie sich nicht entmischt. Beuten und Rähmchenmaße Allein zutreffende Empfehlungen für bestimmte Beutentypen und Rähmchenmaße kann eigentlich niemand geben, es sei denn, Eigennutz steckt dahinter. Honig ernten kann man mit mehr oder weniger Aufwand mit jeder Beute. Um kompatibel zu sein, würde ich das Rähmchenmaß wählen, das im Umfeld meiner Mitimker vorherrscht. Beispiel: In Norddeutschland ist es das DNM, in Süddeutschland das Zandermaß. Beutentypen gibt es noch einige mehr. Wichtig ist, dass bei Eigenherstellung die vorgegebenen Normmaße der Rähmchen eingehalten werden. Ableger lassen sich damit leichter kaufen und verkaufen. Vorteile ergeben sich dann auch bei Sammelbestellungen oder bei einer Gemeinschaftsarbeit in der Herstellung und vieles mehr. Bestellungen für Flüssigzucker Die Zuckerfabriken liefern Flüssigzucker erst ab 5 Tonnen per Tankzug aus. Um einen wirklich günstigen Preis zu erlangen, muss man schon in dieser Größenordnung bestellen. Man kann die Preisangebote bundesweit bei jedem Imkereibedarfshändler im voraus anfordern. Es bereitet zu Beginn etwas Mühe, einige größere Imker vom Mitmachen zu überzeugen, um die ersten 5 Tonnen zu ordern. Wir lagen in unserem Verein im dritten Jahr schon bei ca. 15 Tonnen. Nachfolgender Ablauf hat sich herausgebildet und ist zu empfehlen: Es wird ein Konto für den Imkerverein eingerichtet. Steht der Preis fest, können die Imker ihre Chargen bestellen und den fälligen Betrag bis zu einem festen Termin auf das Sonderkonto einzahlen. Wir berechnen zusätzlich 1,00 € für Telefongebühren. Sind die Geldbeträge und die Bedarfsmeldung eingegangen, kann die Zuckerlösung bestellt werden. Bei Anlieferung dann: An der Umladestelle muss viel Platz vorhanden sein, damit die einzelnen Pkw mit Anhänger rangieren können. Ein Stapler und eine Waage sind wichtig. Ideale Bedingungen für das Umladen findet man bei den Landhandelsgenossenschaften. Der Vorgang der Zuckerbestellung und der Lieferung sollte unbedingt vor der Getreideernte erledigt sein! Die Bestellung muss in ihrer Menge möglichst dem Fassungsvermögen der 1000-Liter-Tanks entsprechen. Der jeweilige Händler gibt den Anlieferungstermin frühzeitig bekannt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Silozüge meistens erst am Nachmittag vor Ort sind. Um Wartezeiten für Imker von weither zu vermeiden, wird bei Anlieferung nur in große Tanks umgepumpt. Hierfür braucht nur ein Imker vor Ort zu sein. Das Umfüllen in eigene kleinere Gebinde kann dann für einen späteren Tag vereinbart werden. Um Arbeit und Zeit beim Umfüllen zu sparen, ist es günstig, in 100- oder 200-Liter-Behälter abzufüllen. Eventuell müssen sich mehrere Imker auf ein Fass einigen. Mengenangaben und Kontobewegungen auf dem Sonderkonto sind tunlichst festzuhalten und aufzubewahren. Es dürfen keine Gewinne aus dieser Aktion entstehen. Die Finanzämter könnten Interesse zeigen. Diese Transaktionen sind für Vereine bis zu einer Summe von 30.000 € erlaubt. Eine Nachfrage bei der jeweils zuständigen Finanzbehörde kann nicht schaden. Die Firma Amelunxen füllt mit einem modernen Tankzug vor Ort selbst ab und kassiert auch sofort. Hier ist nur noch ein Abfüllort mit dem Lieferanten abzusprechen. Bequemer geht es nicht!     Liebe Imkerfreunde, Theorie ist das eine, Praxis das andere. Beherrsche ich die Theorie, so kann ich sie in die Praxis umsetzen. Es gibt Regale voll von Büchern und Zeitschriften, die sich mit der Bienenzucht befassen. Es gibt Monatsanweisungen und spezielle Rubriken für „Jungimker“, die sich detailliert mit Einzelheiten auseinandersetzen. Sie sind alle berechtigt und lesenswert, um mit der Bienenzucht vertraut zu werden. In den monatlichen Hinweisen habe ich Ihnen, wenn auch manchmal etwas zeitversetzt, meine Meinung, Rezepte und vielerlei Ratschläge vermittelt. Ich bin vom jeweiligen Hauptthema oftmals vorsätzlich ein wenig abgewichen, um breit genug auf Möglichkeiten hinzuweisen, die dem einzelnen Imker dann als Spielraum gegeben waren. Absichtlich wiederholt hingewiesen habe ich auf die einfachste Betriebsweise für die Behandlung der Bienenvölker bzw. darauf, weitgehend auch Kosten zu sparen, und das gerade bei zunehmendem Völkerbestand. Das Wissen der so genannten Jungimker, aber vielleicht auch der „alten Hasen“ unter den Imkern, konnte ich mit meinen Beiträgen hoffentlich ein wenig bereichern. Es würde mich freuen, wenn eine Rückkoppelung in Sachen Rezepte für Met, Bärenfang usw. zustande käme.

Bienenrudi’s Monatshinweise November

Beste „Nebenprodukte“ für den Markt Wem brennt es wohl nicht unter den Nägeln, den ersten Met oder Bärenfang nicht nur herzustellen, sondern ihn auch in fröhlicher Runde mit Freunden zu kosten. Ein bisschen Geduld noch … In der Weiterverarbeitung kann man unser Produkt um einiges edler machen, wenn er, der Honig, schon etwas in Gärung übergegangen ist; er wird weiter zu Met verarbeitet, somit fällt kein Abfall an. Man stelle sich das mal vor: Die Industrie zahlt für einen gegorenen Honig 1,00 € je Kilogramm, und das, weil ihn der Imker durch nicht genügend pflegliche Behandlung hat gären lassen. Die großen Met-Hersteller schütten noch eine bestimmte Menge Wasser auf eine dazu angemessene Menge gegorenen Honig, dazu noch ein bisschen Hefe, Nährsalz usw. Dieser edle Tropfen geht dann für 4,70 € je 0,75 Liter in den Handel. Also, wenn das kein Gewinn ist, es selbst zu machen! Wie ich es mache Den Abschaumhonig löse ich gänzlich auf und schäume nochmals ab, oder ich nehme dazu den gegärten Honig. Ist der nicht vorhanden, muss es Rapshonig sein, wie meistens der Fall. 100 Liter beabsichtigten Met ergeben sich aus 75 Liter Wasser und 37 kg Honig, er wird, wenn möglich, auf 75 Grad erwärmt, um die Hefen abzutöten. Der Behälter wird mit 70 Grad warmem Wasser gefüllt, der Honig dann eingerührt, alles muss hernach auf 20 bis 25 Grad abkühlen. Dann werden 20 g Hefe und 60 g Hefenährsalz zugegeben. Es sollte schon Hefe aus dem Industriebereich sein, denn sie ist in vier bis sechs Wochen bei einer Temperatur von etwa 25 Grad durchgegoren. Wichtig, dass das Ganze mit einem Gärspund versehen wird, worin ständig Wasser steht; sonst machen sich die Essigfliegen enorm stark, und der Ansatz war umsonst. Hat sich die Gärung beruhigt, kann das erste Mal abgezogen werden. Auch gleich eine Kostprobe! Muss der Met nachgesüßt werden, sollte dies in kleiner Abfolge (höchstens 100 g auf 1 Liter) mit Sonnenblumenhonig erfolgen. Man kann noch 100 ml Kieselöl mit einrühren. Nach vierzehn Tagen alles filtern und auf Flaschen abfüllen. Damit eine Nachgärung ausgeschlossen bleibt, wird der Met zuvor bei der Flaschenfüllung auf mindestens 55 Grad erwärmt. Dazu verwende ich einen einfachen Kälbermilch-Erwärmer. Ein Alkoholgehalt bis zu 15 % ist möglich. (Eine Abweichung von 0,99 % gegenüber der Angabe auf dem Etikett ist erlaubt.) Man muss das deutsche Weingesetz unbedingt beachten! Wer in die Geheimnisse der Metherstellung eingewiesen werden möchte, kann hierfür einen Lehrgang besuchen. Ich rate, für dieses Neuland zuvor mal mit einem 20-Liter-Ansatz zu beginnen, dann hat man schon ein bisschen Erfahrung, und bei einer Unterweisung kann gezielter gefragt werden. Wesentlich schneller geht es mit der Herstellung von Bärenfang, ein Getränk, das angeblich aus Ostpreußen stammt. Ein gutes Rezept: 1,5 Liter Weingeist (Alkohol 70%ig), 0,7 Liter Rum, 3,33 kg Sonnenblumenhonig und 0,5 Liter abgekochtes Wasser. Es können noch 17 ml Gewürz, Ingwerauszug, hinzugegeben werden. Dies würde ich für einen zweiten Versuch empfehlen. Nach 14 Tagen, bei täglichem Durchschütteln, ist dieser süße Honiglikör im Kreise der Familie schon zu genießen. Bei größerem Zuspruch (!) wird der „Bärenfang“ seinem Namen alle Ehren machen, eine überraschende Wirkung also nicht verfehlen. Der Alkoholgehalt beträgt etwa 30 %. Das universelle Kittharz Ein Renner als Nebenprodukt der Imkerei: die Propolis in flüssiger Form. Seit einigen Jahren als Heilmittel endlich anerkannt, ist es dem Imker nach gesetzlicher Bestimmung jedoch verwehrt, sie in den Handel zu bringen – ein Privileg des Apothekers. Wir sollten es dabei auch belassen, denn es gibt ein Produkthaftungsgesetz, dem tunlichst Folge zu leisten ist. Obwohl es bei der Propolis keine Nebenwirkungen wie bei Tabletten u. a. gibt, besteht doch eine Gefahr, nämlich die Allergie. (Propolisstücke darf der Imker verkaufen.) Propolis in flüssiger Form kann man sich für den Eigenbedarf herstellen. Die Gewinnung von Propolis in reinster Form ist relativ einfach, indem ich ein Kunststoffgitter auf die oberste Zarge unterm Deckel so lege, dass mittels Holzstäbchen der Deckel leicht angehoben wird und ein Luftzug entsteht (Kamineffekt). Anfang Juli beginnen die Bienen mit der Propolissammlung. Spätestens jetzt sollte die Gaze eingelegt werden, die die Bienen mit Kittharz abdichten. Zur Ernte im Herbst wird das Gitter in die Kühltruhe gelegt und einen Tag später über einer großen Wanne so geknebelt und bearbeitet, dass die Stücke abspringen. Sie werden, wenn nötig, noch ein wenig zerkleinert, damit sie durch den Flaschenhals passen. Dann fülle ich die so genannten Braunflaschen (2,5 Liter Inhalt) mit je einem Gewichtsanteil Propolis und zwei Anteilen 70%igem Alkohol. Täglich wird dieser Ansatz für einige Minuten gerührt, wodurch sich die Propolis auflöst. Danach wird die Lösung nur noch gefiltert, falls möglich unter Druck durch ein Mikrofilter. Die Lösung muss immer mit Alufolie abgedeckt bleiben, damit der Alkohol nicht verfliegt. Abgefüllt wird die Lösung in braune Tropfflaschen, sie sind beim Imkereibedarf erhältlich. Die Flaschen müssen kühl und dunkel gelagert werden. Propolis ist innerlich und äußerlich anwendbar, hilft gegen vielerlei Wehwehchen! Bei mir in der Familie ist sie darum ein Hausmittel. Genaueres erfährt man aus den Büchern von Herold: Heilwerte aus dem Bienenvolk und Potschinkowa: Bienenprodukte in der Medizin. Im anheimelnden Kerzenschein Bienenwachs wird für mehrerlei Dinge, die wir täglich benutzen, verwendet. Hier und da gibt es Anfragen vom Tischler oder Möbel-Restaurator, sogar vom Gemälde-Restaurator in einem Museum. Auch für Batikarbeiten wird das Wachs verwendet. Die Kerzenindustrie benötigt nur noch wenig Bienenwachs. Genau hier liegen Möglichkeiten offen für kreative Imker und Imkerinnen. Die Kerzenherstellung macht nicht nur Spaß, sie verbreitet im Hause auch einen angenehmen Duft. Und dann, bekanntlich ist der Verkauf von selbst gefertigten Kerzen lukrativ. Kerzen zu drehen für den großen Markt, das muss schon mit Bedacht vonstatten gehen. Leicht kann es vorkommen, dass die Mittelwand nicht stramm genug gewickelt wird oder der Docht nicht die richtige Stärke und Richtung hat. Wenn man den Docht genau ansieht, erkennt man an dem Geflecht den Buchstaben V, er muss nach oben gerichtet offen sein, damit beim Abbrennen das Wachs in den Docht hineinläuft. Entsprechend der beabsichtigten Stärke der Kerze wickelt man beim Drehen eine oder mehrere Mittelwände (Platten) übereinander (Länge der Platte 57 cm, Breite 10 oder

Bienenrudi’s Monatshinweise Oktober

HEIDEHONIG vorerst noch stippen. Imker, die mit ihren Völkern in die Heide wanderten, haben noch alle Hände voll zu tun. Dieser begehrte Honig fordert Höchstanstrengung von Bienen und Imker. In die selten gewordenen Heideflächen dürfen nur starke Einheiten verbracht werden. Während in der Tannentracht die Völker an der Schwarzsucht erkranken, bleiben in der Heide die Flugbienen im Netz der vielen Spinnen hängen und kehren nicht mehr heim. Darum ist folgendes vom Heidewanderer zu bedenken: Völker, die in der Heide ihren Dienst getan haben, taugen nicht für die Frühjahrs- und Rapstracht. Sie sind einfach zu schwach. Es sei denn, der Imker wandert im September frühzeitig zurück zum Heimstand. Möglichkeiten zur Verstärkung um diese Zeit sind denkbar. Von Vorteil ist natürlich auch, die Heidevölker durch neu aufgebaute Wirtschaftsvölker zu ersetzen. Wie auch immer der Bienenhalter sich entscheidet, für die Einwinterung vorgesehene Heidevölker müssen nach der Abschleuderung sofort aufgefüttert werden. Nach ausgelaufener Brut ist eine zweimalige Varroabehandlung vorzunehmen. Honig aus der Besenheide Gewiefte Imker wissen genau, wann es sich lohnt, in die Heide zu wandern. Ich drücke für die Heide die stärksten Völker auf jeweils zwei Räume ohne Absperrgitter zusammen. Wer Wert legt auf Scheibenhonig, kann noch Rähmchen mit Anfangsstreifen einhängen. Hierfür gibt es auch spezielle Sektionen beim Handel zu kaufen. Man braucht dann die Portionen nur noch in dünner Folie einzuwickeln und das Gewicht festzustellen. Im vorigen Jahr, nach viel Regen im Frühjahr, gab es wieder einmal eine gute Heidehonigernte. Ein Mehraufwand an Arbeit bei der Gewinnung dieses Lebenselixiers erfordert nochmals die ganze Kraft der Imkerfamilie. Heidehonig muss nach der Entdeckelung vor dem Schleudern erst noch gestippt werden. Ein normales Doppelsieb reicht zum Sieben voll aus. Reiner Heidehonig (bei uns aus der Besenheide) wird nach ein bis zwei Tagen abgeschäumt und in Gläser gefüllt. Dieser Honig kandiert nicht, sondern geliert wie Marmelade und ist streichfähig. Sollte ein Anteil Sommerhonig dabei sein, muss der Honig auf jeden Fall gerührt werden. Günstig ist, wenn man eine Rührspirale besitzt, die dem Durchmesser des ganzen Hobbocks entspricht. Dieser Vorteil ergibt sich auch, wenn Honig „geimpft“ werden soll. Es kann so sein, dass nicht aller frisch geschleuderter Honig auch gleich gerührt wird. Um aber diesen Honig feinsteif abzufüllen, muss er zuerst gänzlich aufgelöst werden. Dann nimmt man einen schon gerührten, nicht ganz aufgelösten Honig (etwa zehn Prozent) und mischt ihn unter den abzufüllenden. Ich habe immer eine bestimmte Menge feinkandierten Honig in kleinen Eimern vorrätig. Letzter Weiselaustausch Was ist jetzt, nach der Heide, noch alles möglich? Völker, deren Stärke und Leistung nicht befriedigen, können noch mit einem Ableger vereint werden. Die alte Königin wird herausgenommen und der Ableger über Zeitungspapier aufgesetzt. Auch stärkere Völker, deren Weisel alterswegen ausgewechselt werden muss, erhalten eine neue Königin, sie wird in einem Käfig unter Zuckerteig zugesetzt. Nachschau erfolgt erst wieder im nächsten Frühjahr. Umweiselungen jeder Art können im Oktober fast immer ohne Verlust durchgeführt werden. Jetzt ist auch höchste Zeit für den wohlverdienten Familienurlaub! Da nun alle Völker versorgt sind, sollte man von allem ein bisschen Abstand nehmen, bevor es an die Vermarktung geht. Wer im Urlaub „imkerlich gesehen“ nicht ganz abschalten will, dem empfehle ich eine Erholung unter seinesgleichen. Ein Hamburger Unternehmer organisiert Reisen in den Süden mit imkerlichem Programm. Man trifft sich mit Imkern und Imkerinnen und hat die Möglichkeit, jeweils vor Ort ganz nach Belieben zu fachsimpeln. Auf Drängen meiner Frau Fahren wir schon zum drittenmal mit, ich gebe hierzu gern Auskunft. Korrekte Preisgestaltung Irgendwann versucht jeder mal, in die Direktvermarktung einzusteigen. Gibt es dann eine größere Ernte, bricht womöglich gleich Panik aus: Der Gedanke, auf dem Honig sitzen zu bleiben, verführt dazu, unter dem üblichen Preis zu verkaufen. Auch die Möglichkeit, Honig gleich unter Preis anzubieten, um auf den Markt zu kommen, ist gegeben. Aber dieser Weg ist falsch und für die Imkerschaft, zumindest in der näheren Umgebung, vielerseits nachteilig. Die Erfahrung lehrt, dass dadurch kein Glas Honig mehr als erhofft abgesetzt wird. Meist verkauft der Imker auf Grund seiner lokalen Lage (entfernt vom Tourismus oder von Ballungsgebieten) ohnehin schon unter Preis, das sollte ein jeder bei seiner Preisgestaltung bedenken. Oft genug kommt es vor, dass ausreichend Honig von einem Kollegen zugekauft werden muss, um die Kundschaft zu halten, und spätestens dann merkt man, welcher Fehler mit dem Dumpingpreis begangen wurde. Übrigens: Honig einmal länger zu lagern bringt mehr Zinsen als manche Spareinlage. Viele Laien, aber auch Imker, sind der Meinung, dass mit dem Verkauf von Honig alles Imkern erledigt ist. Dem ist nicht so. Nachfolgend möchte ich auf Vermarktungsmöglichkeiten hinweisen, wodurch sich die Rendite noch steigern lässt: Honig – von Imker zu Imker (Tausch oder Kauf bei Überschussproduktion) Honigversand Pollen – wird zugekauft Met (Honigwein) – Eigenherstellung Bärenfang – Eigenherstellung Propolis – Verkauf nur bedingt möglich (Jungfern-) Wachs – für Batikarbeiten und zum Restaurieren von Gemälden und Möbeln in Museen und Tischlereien Kerzen – Eigenherstellung (auch zugekaufte Wachsartikel) Präsentkörbe – Zusammenstellung nach Wunsch Wenn diese Produkte auch erst nach einiger Erfahrung angeboten werden können, kann doch der Jungimker mit dem Verkauf von Bienenmaterial wie Königinnen, Ableger, Kunstschwärme und Wirtschaftsvölker schon bald beginnen. Einnahmen versteuern Sicherlich gibt es noch eine Menge Produkte, die für die Vermarktung von Interesse sind, aber damit befinden wir uns schon beim gewerblichen Handel. Wir Honigproduzenten sind Selbsterzeuger und dürfen für einen Weiterverkauf nicht mehr als eine bestimmte Obergrenze unseres Handels von anderen Produzenten übernehmen. Als Selbsterzeuger für Honig gehöre ich zur Landwirtschaft. Das Finanzamt hat 1999 neue Einheitswerte zur Besteuerung für die Bienenhaltung festgesetzt. Man muss wissen, dass in der Landwirtschaft ein Steuerfreibetrag gegengerechnet wird und somit der Imker mit bis zu einhundertundsechsundsechzig Bienenvölker für das Finanzamt nicht von Interesse ist. Aufzeichnungen über die jährlichen Ein- und Ausgaben sollten aber auf jeden Fall festgehalten werden. Man hat ja überall „Freunde“. Für die Vermarktung, insbesondere für den Honig, gilt eine wichtige Voraussetzung: das Bekanntsein. Ich lasse keine Möglichkeit aus, um im öffentlichen Verkehr dabei zu sein, bei Ausstellungen und anderem mitzuwirken. Es gibt ansprechende Plakate vom D.I.B., die man auf Spanplatten kleben kann. Auch Prospekte usw. auf weißen Styroporplatten geben ein sehr schönes Bild. Der Milchmann, der mancherorts noch von